StädtebauWettbewerbe

Studie | Wedel SH
Studie | Kohlekraftwerk Wedel

Jahr
2005

 
 
Die Stadt Wedel liegt an der westlichen Stadtgrenze von Hamburg. Im Süden von der Elbe abgegrenzt, bildet sie die letzte größere Siedlung vor dem beginnenden Marschland. Trotz der Nähe zur Elbmetropole Hamburg zeichnet sich die kleine Stadt durch ihre eigene Identität und Unabhängigkeit aus. Sie profitiert aber andererseits auch vom wirtschaftlichen Wohlstand des Nachbarn und dem Wunsch der Bevölkerung Hamburgs in die ruhigeren Vororte zu ziehen. Im Zuge der Stilllegung des Kohlekraftwerkes im Südosten Wedels soll ein Konzept für das gesamte östliche gewerbegenutzte Stadtgebiet gefunden werden; besonderer Schwerpunkt liegt auf der Brache des Kohlekraftwerks selbst - hier soll ein neues Wohngebiet entstehen. Im Konzept wird mittels dem Prinzip der Oberflächenvergrößerung das monotone Gewerbegebiet in die östlich gelegene Grünzäsur eingebunden, eine neue Nord-Südachse bindet das Gebiet an die bestehende Stadtstruktur. Es entsteht eine 3-teilung des so aufgewerteten Areals. Im südlichsten Teil wird eine große Fläche für Reihen- und Einfamilienhäuser angeboten. Dieses Gebiet ist stark mit dem Grün im Osten verknüpft. Am Ufer entsteht ein Areal mit hoher Identifikation. Es bildet eine weitere Station der `maritimen Meile´ - der lokalen Erholungseinrichtungen an der Elbe. Das ehemalige Kraftwerksgebäude wird zum Kulturzentrum umgenutzt, es entsteht eine urbane Einheit mit einem hochwertigem, mischgenutztem Gebiet am Wasser. Die Eingriffe stärken die gesamte Stadt Wedel und bilden eine selbstbewusste Geste die sich neben dem großen Nachbar behaupten kann.