
Der Bildungscampus Dülmen wird als klar strukturierte, zusammenhängende Campusfigur entwickelt, die sich aus dem Leitmotiv der drei Ringe ableitet. Ein landschaftlicher Waldring fasst das Gebiet, während der Schulring die Baukörper von Real-, Haupt- und Förderschule sowie die Sporthallen ordnet. Im Zentrum entsteht eine gemeinschaftliche Campuslichtung als identitätsstiftendes Herz. Die Gebäude sind kompakt, zwei- bis dreigeschossig und polygonal angeordnet, wodurch differenzierte Außenräume zwischen Höfen, Lichtung und Landschaft entstehen. Unterrichtscluster organisieren sich um geschützte Innenbereiche und ermöglichen flexible, zeitgemäße Lernformen. Transparente Verbindungsbauten vernetzen Schulen und Sportbereiche funktional und räumlich. Die Setzung der Baukörper dient zugleich dem Lärmschutz, indem sie sich zur Mitte orientieren und sensible Nutzungen abschirmen. So entsteht ein klar gegliederter, gut orientierbarer Bildungsstandort mit hoher funktionaler und räumlicher Qualität.
| Art des Verfahrens | Städtebaulich-Freiraumplanerischer Wettbewerb |
| Preis | ein 3.Preis |
| Ort | Dülmen |
| Jahr | 2026 |
| Ausloberin | Stadt Dülmen |
| Bearbeitungsstand | abgeschlossen |





Der Freiraum ist als durchgängiges, klimaresilientes System konzipiert, das Lernen, Aufenthalt und ökologische Funktionen miteinander verbindet. Die Campuslichtung bildet den zentralen Begegnungsraum, während differenzierte Schulhöfe, Waldlichtungen und Bewegungsflächen vielfältige Nutzungen ermöglichen. Retentionsflächen, Feuchtwiesen und offene Mulden integrieren das Regenwassermanagement sichtbar in die Gestaltung und fördern ein nachhaltiges Wasserkonzept. Der Waldring fungiert als klimatische Pufferzone, verbessert das Mikroklima und bindet den Campus in den Landschaftsraum ein. Dachbegrünungen, Photovoltaik und eine kompakte Bauweise reduzieren Versiegelung und Energieverbrauch. Baumneupflanzungen sorgen für Verschattung und Aufenthaltsqualität, während die durchdachte Anordnung der Freiräume auch Aspekte wie Lärmschutz und Barrierefreiheit berücksichtigt. Insgesamt entsteht ein zukunftsfähiger Bildungsort, der ökologische, soziale und funktionale Anforderungen in Einklang bringt.



