
Der Erweiterungsneubau des Phoenix-Gymnasiums bildet am nördlichen Eingang des Hörder Zentrums einen markanten städtebaulichen Auftakt. Als kompakter, fünfgeschossiger Baukörper ordnet er die heterogene Umgebung zwischen Faßstraße, Emscherraum, Sporthalle und bestehendem Schulcampus. Seine klare Struktur, die rötliche Fassadenwirkung und plastisch ausgebildete Stirnseiten verleihen dem Gebäude eine eigenständige Silhouette. Zugleich schafft der Neubau eine eindeutige Adresse für die Schule und stärkt die Orientierung am Rand des Hörder Stadtkerns. Das Campusband verbindet Bestand, Neubau und Sporthalle, während das Emscherband den landschaftlichen Bezug sichtbar macht. Auf engem Raum entstehen klar gegliederte Bereiche für Ankommen, Pausen, Bewegung und Rückzug. Sitzstufen, Aufenthaltsinseln und klimaaktive Pflanzflächen ergänzen den Schulhof. Die südlichen Flächen bleiben unbebaut, die Sporthalle bleibt auch extern erreichbar, und geschützte Wege sichern eine gute Verbindung zwischen allen Gebäudeteilen. So entsteht ein robuster, gut nutzbarer Campusraum, der Stadt, Landschaft und Schulalltag überzeugend miteinander verknüpft und zugleich eine prägnante neue Mitte für die gesamte Schulgemeinschaft dauerhaft schafft.
| Art des Verfahrens | Nichtoffener, einstufiger Realisierungswettbewerb |
| Preis | Anerkennung |
| Ort | Hörde, Dortmund |
| Größe | 3.747m2 BGF |
| Auftraggeberin | Stadt Dortmund, Fachbereich Liegenschaften |
| Zeitraum | 02/2026-07/2026 |



Architektonisch orientiert sich der Entwurf am Phoenix als identitätsstiftendem Symbol des Standorts. Auskragende, solaraktive Brüstungselemente schützen die Lernräume vor Sonne, erzeugen Strom und prägen die rot-golden leuchtende Erscheinung des Hauses. Ein regelmäßiges Konstruktionsraster ermöglicht wirtschaftliche Spannweiten, flexible Grundrisse und eine verständliche innere Organisation. Im Sockel liegen Eingang, Foyer, Forum, Bibliothek und der zweigeschossige Phoenix-Saal als gemeinschaftliche Mitte. In den Obergeschossen entstehen übersichtliche Lernlandschaften mit Unterrichtsräumen, Clustermitten und vielfältigen Aufenthaltsbereichen. Natürliche Holzoberflächen, sichtbare Hybridkonstruktionen und modulare Ausbauelemente bestimmen die Atmosphäre. Nachhaltigkeit wird konsequent mitgedacht: Photovoltaik, Wärmepumpe, Erdsonden, demontierbare Bauteile und offene Regenwasserführung machen Energie- und Materialkreisläufe erfahrbar. Das Gebäude funktioniert als begehbares Lehrmittel und robustes Low-Tech-System. Zugängliche Technik, Vorfertigung und standardisierte Elemente reduzieren Wartung, Kosten und Ressourcenverbrauch, während begrünte Flächen, Retentionsbereiche und Brutkästen das Mikroklima sowie die Biodiversität verbessern. Damit verbindet der Neubau pädagogische Qualität, architektonische Identität und Klimaschutz zu einem zukunftsfähigen Schulgebäude mit hoher Alltagstauglichkeit und langfristiger räumlicher Anpassungsfähigkeit.








