
Die Planung der Außenanlagen der sanierten Gründerzeitvilla erfolgt unter besonderer Berücksichtigung des denkmalgeschützten Gebäudes und seines historischen Gartens. Ziel ist es, die neuen funktionalen Anforderungen mit dem repräsentativen Charakter der Anlage in Einklang zu bringen. Verwendet werden robuste, hochwertige und zurückhaltend gestaltete Materialien. Das vorhandene Klinkerpflaster wird für die Haupterschließung wiederverwendet und behutsam ergänzt. Die Stellplätze werden überwiegend teilversiegelt ausgeführt. Die Außenbeleuchtung wird vollständig erneuert und mit insektenfreundlicher LED-Technik ausgestattet. Die Gestaltung der Freiflächen orientiert sich in Materialität und Formensprache am historischen Bestand und entwickelt diesen behutsam weiter. Bestehende Grünstrukturen werden dabei soweit wie möglich erhalten und in das neue Freiraumkonzept integriert. Auch das Regenwassermanagement folgt dem Ziel eines möglichst schonenden Eingriffs in das Grundstück. Die Versiegelung wird minimiert und Niederschlagswasser soweit möglich in angrenzende Pflanzflächen geleitet. Darüber hinaus anfallendes Regenwasser wird einer Rigole zugeführt. Die örtlichen Bodenverhältnisse ermöglichen eine Versickerung des Niederschlagswassers auf dem Grundstück.
| Ort | Dresden |
| Jahr | 2023-2026 |
| Auftraggeber | Bürgschaftsbank Sachsen GmbH |
| Art der Beauftragung | Direktbeauftragung |
| Leistung | Landschaftsarchitektur |
| Partner | W&V Architekten GmbH |
| Bearbeitungsstand | abgeschlossen |
| Fotos | Christian Rothe |





Eine besondere planerische Herausforderung stellte die neue Erschließung des zuvor nicht von außen zugänglichen Untergeschosses für die gastronomische Nutzung dar. Durch abgestufte, in die Freianlagen integrierte Mauern wird der notwendige Zugang platzsparend ausgebildet und zugleich gestalterisch in die Gartenanlage eingebunden. Eine bündig integrierte Sitzkonsole vervollständigt das Nutzungsangebot.
Im Garten entstehen wassergebundene Wege, Sitznischen und Staudenpflanzungen. Rasenflächen werden zugunsten von Kräuterrasen und trockenheitsverträglichen Pflanzungen reduziert. Der neue Außensitzplatz des Restaurants wird durch Stauden, Sträucher und einen Feldahorn in den Garten eingebunden. Neue Einbauten und Zugänge werden zurückhaltend gestaltet und auf das denkmalgeschützte Gebäude sowie den historischen Garten abgestimmt. Auch die neue Toranlage nimmt in Materialität, Proportion und Formensprache Bezug auf die bestehende historische Zaunanlage und fügt sich so selbstverständlich in das Gesamtbild des Grundstücks ein.



