
Der Städtebau des Campus Struenseestraße wird durch klar gefasste Baukörper, den zentralen Schleeweg und eine Folge unterschiedlich charakterisierter Freiräume bestimmt. Östlich des Schleewegs bildet das große Schulgebäude für das Struensee-Gymnasium und das Deutsch-Französische Gymnasium den zentralen Hochbaustein des Campus. Die besondere Qualität des Entwurfs liegt darin, zwei eigenständige Schulen in einem gemeinsamen Gebäude zu organisieren und dabei gemeinschaftlich genutzte sowie klar getrennte Bereiche miteinander zu verbinden.
Im Zentrum des Hauses liegt eine großzügige Aula, die als räumliches und funktionales Herz beider Schulen ausgebildet ist. Bühne, Freitreppen und Galerien schaffen vielfältige Möglichkeiten für Veranstaltungen, Begegnung und schulübergreifende Aktivitäten. Im Untergeschoss ergänzt die gemeinsam genutzte Mensa diesen zentralen Gemeinschaftsbereich. Die Aula ist damit weit mehr als ein Erschließungsraum: Sie bildet die gemeinsame Mitte des Hauses und macht die Idee des Zusammenlernens und Zusammenlebens architektonisch unmittelbar erfahrbar.
| Auftraggeber | Freie Hansestadt Hamburg SBH Schulbau Hamburg |
| Ort | Hamburg |
| Leistungen | Objektplanung Hochbau und Freianlagen: LPH 2-8 (Entwurf, Genehmigung, Leitdetails, FLB, KOL, Begleitung GÜ) |
| Jahr | 2018-2026 |
| Leistungserbringer | ARGE Rohdecan / QUERFELDEINS |
| Größe | 2,3 ha Grundstücksfläche, Struensee Gymnasium mit 8.500m² BGF, DFG mit 6.000m² und eine 3-Feld-Sporthalle |
| Bearbeitungsstand | abgeschlossen |





Vom zentralen Bereich ausgehend, entwickeln sich die beiden Schulflügel, in denen das Struensee-Gymnasium und das Deutsch-Französische Gymnasium jeweils ihre eigenen Lernbereiche erhalten. Offene Atrien, Lerncluster und flexibel nutzbare Räume schaffen innerhalb der Flügel eigenständige Lernlandschaften und ermöglichen unterschiedliche pädagogische Konzepte. Gleichzeitig bleibt durch die gemeinsame Mitte eine starke räumliche Verbindung zwischen beiden Institutionen bestehen.
Die Baukörper werden durch eine differenzierte, eigenständige Keramikfassade geprägt, die den Schulen eine hohe Wiedererkennbarkeit verleiht und sie entlang der Königstraße als markante Landmarke in Erscheinung treten lässt. Die 3-Feld-Sporthalle ergänzt das Ensemble als eigenständiger Baustein und fasst gemeinsam mit dem Schulgebäude die angrenzenden Freiräume.
Die Außenanlagen sind robust, klar zoniert und auf eine intensive schulische Nutzung ausgelegt. Großzügige Pausenflächen, Sport- und Aktivitätsbereiche sowie widerstandsfähige Beläge schaffen dauerhaft belastbare Freiräume, die Aufenthalt, Bewegung und informelles Lernen gleichermaßen ermöglichen. Das anfallende Regenwasser wird in einer langgestreckten Mulde entlang der Schulpromenade gesammelt und von dort in die angeschlossenen Retentionswiesen weitergeleitet.





